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Hochauflösende Nervensonographie

 

Die Ultraschalluntersuchung sowohl der hirnzuführenden Gefäße („Halsgefäße“) als auch der Gefäße des Schädelinneren (intrakranielle Gefäße) zählt zu den Routineaufgaben einer neurologischen Praxis. Eine derartige Gefäßuntersuchung kann sowohl Aufschluss geben über Gefäßwandveränderungen (Verkalkungen, Einrisse der Gefäßhaut) als auch den Grad der Gefäßverengung und die Blutfließgeschwindigkeit darstellen.

Durch die Entwicklung neuer high-end Ultraschallgeräte, die mit entsprechender Software (z.B. tissue compound imaging) und speziellen hochauflösenden Ultraschallsonden (> 12 Mhz) ausgerüstet sind, hat sich in den vergangenen Jahren der Einsatz der Ultraschalltechnik auch in der Befundung von Erkrankungen des peripheren Nervensystems etabliert. Diese einfache, sofort einzusetzende Technik, ist für den Neurologen ein ideales Hilfsmittel, welches die klinische Untersuchung sowie die übliche elektrophysiologische Methodik (Elektroneurografie oder Elektromyografie) in idealer Weise ergänzt.

Das Einsatzgebiet des hochauflösenden Nervenultraschalls sind z.B. sogenannte Engpasssyndrome, bei denen ein peripherer Nerv durch bindegewebige Strukturen, Tumore, Narbenveränderungen, lokale Flüssigkeitsansammlungen oder zystische Strukturen eingeengt und in seiner Funktion behindert ist.

Ideale Einsatzbereiche des hochauflösenden Nervenultraschalls stellen folgende Erkrankungsbilder dar:

  • Carpaltunnelsyndrom
  • Sulcus ulnaris-Syndrom
  • Supinator-Syndrom
  • Kompressionen des N. peroneus im Bereich des Wadenbeinköpfchens
  • Kompressionen des N. tibialis im Bereich des äußeren Sprunggelenkes
  • Polyneuropathien
  • Myopathien
  • Verlaufskontrolle nach Verletzungen/Operationen peripherer Nerven (Kontrolle einer Nervennaht, Narbenneurinome)

Bei nur geringem Zeitaufwand können neben pathologischen Strukturen auch anatomische Varianten erfaßt werden. Oft kann die Ultraschalldiagnostik zum Beispiel wertvolle Hinweise für die weitere operative Versorgung eines Nervenengpasssyndroms geben.

Zeitaufwand: Je nach Fragestellung zwischen 15 Minuten und 1 Stunde.

Kosten: Die Abrechnung erfolgt entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte mit dem 2,3 - 3,5 fachen Steigerungssatz. Die Leistung der Nervensonografie ist nicht Bestandteil des kassenärztlichen Leistungskatalogs.

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